Museum Weißes Schloss
Prechtl-Ausstellung eröffnet

- Bürgermeister Jan König (Mitte) hieß mit Kulturfreunde-Vorstand Eberhard Brunel-Geuder und Kurator Dr. Alexander Racz die Besucher willkommen.
- Foto: Uwe Rahner
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Das Weiße Schloss Heroldsberg lädt seit vergangener Woche dazu ein, das außergewöhnliche Werk von Michael Mathias Prechtl (1926–2003) neu zu entdecken. Prechtl, ein Schüler des Heroldsberger Malers Fritz Griebel, gehört zu den prägendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts in Franken. Sein facettenreiches Schaffen in verschiedensten Techniken fand weit über Franken hinaus Anerkennung mit unverwechselbarer Bildsprache und feinsinnigem Humor. Besonders bekannt wurde der gebürtige Amberger unter anderem durch Arbeiten für renommierte Publikationen wie The New York Times und den Spiegel sowie einen öffentlich ausgetragenen Konflikt um die Ausmalung des historischen Nürnberger Rathaussaals im Jahr 1989. „Prechtls einzigartige Bildsprache und kritische Auseinandersetzung mit Geschichte, Gesellschaft und Politik haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren”, schreibt Kurator Dr. Alexander Racz und ermunterte bei der Ausstellungseröffnung: „Lassen Sie sich auf Prechtl ein”.
Bereicherung für Heroldsberg
Zur Vernissage konnte Eberhard Brunel-Geuder als Vorsitzender der Kulturfreunde Heroldsberg den amtierenden Bürgermeister Jan König sowie auch Vorgänger Johannes Schalwig und dessen Vorgängerin Melitta Schön begrüßen. Besonders freute er sich über die Anwesenheit der Museumsleiterin Dr. Julia Riß vom Stadtmuseum Amberg. Ebenso begrüßte er Leihgeber Wolfgang Jacobsa von der gleichnamigen Nürnberger Galerie und Kunsthandlung, Dr. Andreas Curtius von den Museen der Stadt Nürnberg sowie den Vorsitzenden der Altstadtfreunde Nürnberg, Karl-Heinz Enderle. In einem kurzen Grußwort hieß Bürgermeister Jan König die Gäste der Vernissage willkommen zu ihrer „Bildungsreise” – Prechtl sei mit seinem Werk für ihn persönlich sowie für Heroldsberg eine besondere Bereicherung.

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Die Sonderausstellung im 1. OG des Museums Weißes Schloss ist bis 5. Oktober 2025 zu sehen. Der Eintritt in die Dauer- und Sonderausstellungen beträgt 4,50 Euro (ermäßigt 3,50 / 2,00 Euro). Geöffnet ist Mittwoch von 10 bis 13 Uhr und Freitag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr, Sonderöffnungen sind auf Anfrage möglich.

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Nächste Museumsführung am 6. April
Reguläre Museumsführungen werden angeboten am 6. und 20. April, am 4. und 18. Mai, am 1. und 15. Juni, am 6. und 20. Juli, am 3. und 17. August sowie am 7. und 21. September (jeweils Sonntag, 15 Uhr). Kuratorenführungen werden angeboten am 16. und 30. April sowie am 17. September (jeweils Mitwoch, 15 Uhr). Zum Vortrag „Auf Samtpfoten durch die Kulturgeschichte. Michael Mathias Prechtls Galerie berühmter Katzen” lädt Referentin Dr. Julia Riß (Leiterin Stadtmuseum Amberg) am Freitag, 25. Juli, um 19 Uhr ins Weiße Schloss. Von April bis Oktober hat das Café im Hof jeweils sonntags ab 14.30 Uhr geöffnet (nicht bei Regenwetter).
www.weisses-schloss-heroldsberg.de
Sonderausstellung „Vertriebene” fand weithin Beachtung
Die zurückliegende Sonderausstellung „Vertriebene” (Oktober 2024 bis Ende März) fand durch die Veröffentlichungen in wochenblatt und auf wochenklick.de auch überregionale Beachtung.
So meldete sich Franz Haider aus dem Landkreis Mühldorf am Inn, der Veranstaltungen zur Thematik „Kriegsende im südlichen Landkreis Mühldorf” plante. Die Ankunft und Integration von Vertriebenen war dabei ein wichtiger Baustein, weil Waldkraiburg eine der großen „Vertriebenenstädte” in Bayern ist. Bei der Suche nach Bebilderung meldete er sich bei der Redaktion. Mit dem Weißen Schloss Heroldsberg und dem Museum Grimma konnte geholfen werden. Das Projekt „Erinnern45” ist sehr erfolgreich gestartet:
www.erinnern45.de





Autor:wochenblatt - Redaktion aus Eckental |
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